Revue de presse / Presserevue

 

 

 

19. März 2021

Der Pont Buchler bereitet sich auf die Tram vor

 

19 Meter breiter wird die Brücke zwischen Bahnhofsviertel und Bonneweg gemacht. Die Tram soll im September 2022 dort fahren.

 

Der Bahnhof in der Hauptstadt ist momentan Endstation der Tram und die Schienen enden kurz vor dem CFL-Parkhaus. Damit bald der nächste Abschnitt befahren werden kann, wird vor allem am Pont Buchler fleißig gearbeitet. Die Brücke, die das Bahnhofsviertel mit Bonneweg verbindet, wird vergrößert. Dafür wird am Wochenende ein weiterer Träger installiert. Dieser Träger wurde in Italien hergestellt. Nach seiner langen Anreise wird er am Samstagmorgen nur noch eine kurze Reise vor sich haben. Mit einem 40 Meter langen Lastwagen wird das 70 Tonnen schwere, 35 Meter lange und 2,5 Meter breite Teil ungefähr 70 Meter zu dem Platz gefahren, an dem zwei Kräne den Träger auf die Brücke hieven werden.

 

„Das ist dann wohl der kürzeste Spezialtransport, den es je gegeben hat“, lacht Annike Becker, Projektleiterin bei Ponts et Chaussées. Für dieses Unterfangen wird der Pont Buchler von heute Abend 22 Uhr an und bis Montag 4 Uhr komplett gesperrt sein.

 

Die Installation des zweiten von den drei Trägern folgt dann in zwei Wochen, ebenfalls wieder verbunden mit einer Sperrung. Eine solche ist dann beim dritten Teil nicht mehr nötig. Um 19 Meter wird die Brücke, die seit 1994 in Betrieb ist, vergrößert und wird dann 42 Meter breit sein. Damit ist genug Platz für den normalen Verkehr, die Tram, die Radfahrer und Fußgänger. Wenn die Brücke fertiggestellt ist, fährt die Tram auf der linken Seite, vom Hauptbahnhof aus kommend.

 

„Es wird sportlich“, beschreibt Annick Becker das bevorstehende Wochenende. Neben den Arbeitern der einheimischen Firma werden auch Spezialkräfte aus Italien im Einsatz sein. Der Sonntag wird nur dafür genutzt, um – ganz banal – Schrauben einzudrehen.

 

Bis Ende 2021 abgeschlossen

 

Der Träger wird ebenfalls mit den bereits installierten Trägern verbunden. Am Ende sind an der Oberfläche nur die grauen Bögen zu sehen, die bereits jetzt vorhanden sind. Die graue Farbe – um genau zu sein: anthrazit – wurde gewählt, da sie neutral ist. Insgesamt werden etwa vier bis fünf verschiedene Arten von Farben aufgetragen, vor allem auch um den Träger vor Umwelteinflüssen zu schützen. 

 

Der Teil des Trägers, der unter der Brücke liegt und nicht zu sehen ist, besteht aus einem speziellen, selbstrostenden Stahl, so dass weniger Wartungsarbeiten in den kommenden Jahren anstehen.

 

Begonnen hatten die Arbeiten am Pont Buchler Mitte Januar 2019. Durch die Corona-Pandemie entstand im vergangenen Jahr eine Verspätung von etwa drei Monaten. Diese hatte vor allem einen Einfluss auf die Zusammenarbeit mit der CFL. Die nationale Eisenbahngesellschaft gibt vor, welche Zuglinien und Gleise während einer Baustelle gesperrt sind. Von Mai 2020 an mussten alle Gleissperrungen neu programmiert werden. Annick Becker lobt dennoch die gute Zusammenarbeit mit der Eisenbahngesellschaft. Die Kosten für die ausgefallenen Züge, zum Beispiel durch Ersatzbusse, übernehmen übrigens die Ponts et Chaussées.

 

Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass die Betreibergesellschaft Luxtram die Arbeiten im April aufnehmen wird. Im Sommer soll der erste Schienenabschnitt verlegt worden sein. Im Herbst folgt dann der zweite Abschnitt auf der Brücke. Der Pont Buchler selbst soll dann Ende des Jahres komplett betriebsbereit sein. Die Arbeiten werden den Staat 25,2 Millionen Euro kosten. Hinter dem Pont Buchler haben derweil bereits die Arbeiten an der neuen N 3 begonnen.

 

Hier soll die Tram im September 2022 bis nach Bonneweg fahren. Vorläufige Endstation ist dann nicht mehr der Hauptbahnhof, sondern das Lycée technique de Bonnevoie.

 

 

 

Dieser 70 Tonnen schwere Träger wird am Samstag installiert.

 

 

Dieser Träger wird in zwei Wochen installiert.

 

(Fotos : Claude Piscitelli)

 

Bilder der Baustelle während der Arbeiten : https://www.wort.lu/de/lokales/wenn-70-tonnen-stahl-fliegen-lernen-6057a2ebde135b9236fafbd7

 

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Baustelle Rangwee und N3

 

Parallel zu den Arbeiten am Tramabschnitt zwischen dem Hauptbahnhof und Bonneweg laufen ebenfalls die Vorbereitungen für das nächste Teilstück zwischen Bonneweg und Cloche d'Or. Dazu gehört der Bau eines zweiten Tunnels im Rangwee, der den Ban de Gasperich mit Howald verbindet.

 

Der Tunnel wird vom 2. bis 7. April gesperrt sein. Dann wird die zweite Röhre an ihren definitiven Platz geschoben. In jeder Röhre wird Platz für zwei Spuren für Autos und eine gemischte Spur für Radfahrer und Fußgänger sein. Eine neu errichtete Brücke wird beim Ausgang des Tunnels Rangwee einen Weg für die sanfte Mobilität in den Ban de Gasperich anbieten. Die Arbeiten sollen Ende des Jahres oder Anfang 2022 abgeschlossen sein. Der Kreisverkehr Gluck wird zu einer großen Kreuzung umgebaut. 

 

Große Veränderungen wird es bekanntlich auch in der Rue des Scillas geben. Diese soll verbreitert werden, um den vier Fahrspuren für Autos und zwei für die Tram Platz zu geben. Hier laufen noch Verhandlungen mit einigen Grundstücksbesitzern. Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, wird auf eine provisorische Lösung zurückgegriffen – bis es zur Enteignung kommt.

 

Auf dem Weg zum Rangwee und in die Rue des Scillas steht aber noch eine weitere große Baustelle an: Der Bau der teils erneuerten N 3, über die auch die Tram fahren wird. Die N 3 führt vom Pont Buchler zu Beginn über die Route de Thionville. Dann geht es am Centre de remisage der CFL vorbei bis zum Lycée technique de Bonnevoie, wo ein Pôle d'échange entsteht. Von dort aus führt die Nationalstraße an den Gleisen entlang in die Rue des Scillas und weiter zur Gare périphérique in Howald.

 

Nach 4,9 Kilometern ab dem Hauptbahnhof kommt die Tram dann am nationalen Fußball- und Rugbystadion an. Der Tram-Abschnitt bis Cloche d'Or soll im Herbst 2023 fertiggestellt sein.

 

( in : Luxemburger Wort, siehe : https://www.wort.lu/de/lokales/der-pont-buchler-bereitet-sich-auf-die-tram-vor-60536a00de135b9236860039 )

 

 

 

" ... den Houwald erop"

 

Article paru dans le quotidien "Tageblatt" du 30 janvier 2021, concernant les prochaines étapes du projet tram.

 

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Dans son édition du 20 janvier 2021 le journal syndical "Le Signal" publie un article sur l'ouverture du tronçon de tram entre la place de l'Etoile et la gare centrale.

 

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Bitte umsteigen: Neue Passerelle für Rocade in Bonneweg

David THINNES

Viele Buslinien enden an der Rocade – eine neue Passerelle soll den Weg zur Gare erleichtern.

Im Minutentakt fahren die Busse den Quai 3 an der Haltestelle Rocade in Bonneweg an. An dieser Hauptverkehrsader ist an diesem Wochentag viel los. Seit die Tram bis zum Hauptbahnhof fährt und den davorliegenden Platz in Anspruch nimmt, hat sich auch ein großer Teil des Busverkehrs an die Rückseite des Bahnhofs verlagert. An der Rocade müssen die Buspassagiere nun umsteigen.

Die Idee dahinter leuchtet ein: Dadurch, dass die regionalen Buslinien vorrangig sogenannte Pôles d'échange am Rande der Hauptstadt anfahren, die wiederum an die Tramstrecke angebunden sind, soll das Stadtzentrum entlastet werden. Solche Umsteigepunkte befinden sich an der Luxexpo, an der Stäreplaz und mit der Erweiterung der Tramstrecke eben auch an der Gare centrale beziehungsweise an der Rocade auf Bonneweger Seite.

Über die Situation an der Rocade wird in den sozialen Medien, aber auch in Leserbriefen an das „Luxemburger Wort“ kontrovers diskutiert. Passagiere, die zuvor mit dem Bus direkt ins Stadtzentrum fahren konnten, ärgern sich etwa darüber, dass sie nun umsteigen und sich zu Fuß auf die andere Seite des Bahnhofs begeben müssen. Überraschenderweise stellt sich das im Gespräch mit Fahrgästen vor Ort aber etwas differenzierter dar. „Warum sollte mich das stören?“, fragt ein Einwohner aus Hesperingen verwundert. „Der Fußweg ist kein Problem für mich.“ So wie er reagieren an diesem Morgen die meisten der angesprochenen Passagiere.

Neue Passerelle von September an

Der Weg von der Rocade zum Hauptbahnhof führt über die schon seit Jahren bestehende, aber eigentlich nur provisorische Passerelle. Fünf Minuten Gehzeit sind es vom Quai 3 bis zur Haltestelle der Tram vor dem Bahnhofsgebäude. Natürlich war es für Fahrgäste praktischer, vor dem Hauptbahnhof direkt in einen Anschlussbus umzusteigen. Dennoch erscheint der Fußweg vertretbar. Weitaus schwieriger stellt sich die Situation jedoch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität dar – obwohl die Passerelle mit einem Lift versehen ist.

Foto: Gerry Huberty

Eine neue Überführung soll die Fußgängerverbindung zwischen Vorder- und Rückseite des Bahnhofs künftig verbessern, das im Zusammenspiel mit dem Ausbau des Bahnhofs um zwei neue Bahnsteige. Um Pfingsten wird die neue Passerelle installiert. Von September an werden die Passagiere über die neue Fußgängerbrücke dann auch Zugang zu jedem Bahnsteig haben.

Es existiert aber noch eine weitere, kleinere Brücke – dies, wenn man in Richtung des Tunnels der Pénétrante Sud geht. Diese Brücke führt von der Rocade auf einen der neuen Bahnsteige. Bis Ende Dezember 2021 sollen außerdem die neuen Unterführungen am Hauptbahnhof fertig sein – auch sie entstehen im Zuge des Ausbaus. Zur Rocade gelangen Passagiere demnach in Zukunft entweder über die neue Passerelle, oder, indem sie durch die Unterführung bis zum neuen Gleis 11 gehen und von dort aus über die zuvor erwähnte, kleinere Brücke.

Diskussionen um Pendeldienst

Für viel Diskussionsstoff sorgte die Rocade de Bonnevoie in den vergangenen Wochen aber noch aus einem anderen Grund: Wegen der Umgestaltung des RGTR-Netzes enden mehrere Buslinien, die zuvor weiterfuhren, nun an der Rocade. Das ist etwa bei den Bussen aus dem Raum Hesperingen, Alzingen oder Roeser der Fall. Um vor allem jenen Passagieren, die zum Rehazenter oder in die Klinik in Kirchberg wollen, den Weg über die Passerelle zu ersparen, hat das Mobilitätsministerium Mitte Dezember einen Buspendeldienst von der Rocade bis nach Kirchberg eingeführt. Dieser Pendeldienst verkehrt morgens zu Spitzenzeiten im Viertelstundentakt und ansonsten im Halbstunden- oder Stundentakt.

Die Einführung dieser Linie hat bei Stadt und Staat jedoch zu unterschiedlichen Ansichten geführt. Bei der Stadt Luxemburg sieht man es als „falsches Signal“, dass nun zusätzlich zur Tram doch wieder ein Bus eingeführt wird, wie DP-Schöffe Patrick Goldschmidt im „Luxemburger Wort“ betonte. Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng) hatte hingegen erklärt, dass man den Passagieren entgegenkommen musste und deshalb diesen „Kompromiss“ geschaffen habe.

Das alles ist aber ohnehin nur ein Provisorium. Vom ersten Semester 2022 an wird die Tram von der Gare centrale aus weiter zum Halt Lycée Bonnevoie fahren. Dort entsteht ein weiterer Pôle d'échange, vor allem für die Einwohner aus dem Raum Frisingen, Hesperingen oder Bad Mondorf. Die RGTR-Linien werden dann vorrangig diesen Umsteigepunkt anfahren, an dem die Passagiere zur Tram wechseln können.

Luxemburger Wort, 21. Januar 2021

 

Kommentar : Die Bushaltestelle an der Rocade ist per se unattraktiv, weil sie im "Niemandsland" an einer vielbefahrenen Autostraße liegt. Die aktuelle Fußgängerbrücke ist auch wenig einladend. Und ich habe mir sagen lassen, dass der Aufzug gelegentlich außer Betrieb ist, was eine zusätzliche Hürde für etliche Menschen bedeutet. 

 

Glücklich, wer nicht im "Niemandsland" zur Rückseite des Hauptbahnhofs ein- und aussteigen muss !

 

Claude Oswald

 

 

Bleift doheem !