Revue de presse / Presserevue

 

 

 

Et gouf Téitschen

 

Wéi mer um Internet liese kënnen, sollt den 23. September 2017 eng Porte ouverte bei Luxtram sinn. Wéi den Tram aus dem Schapp gefuer ass, ass hien allerdings an e Podest gerannt, sou dass de Spaass séier eriwwer war. Ob et Blesséierter gouf, ass net bekannt.

 

 

Op der Foto bei RTL gesäit een däitlech, wéi kleesber den Tram gebaut ass. Et géif ee mengen, déi ganz Karosserie wier nëmme Kartong.

 

Et muss engem deemno Angscht ginn, wann ee sech virstellt, wat an Zukunft nach alles passéiert, wann den Tram am richtege Verkéier Autoen oder Camionen ze pake kritt.

 

Claude

 

 

LEITARTIKEL
Auto-"Ban"

DIANE LECORSAIS

"Sind die Straßen erst mal überlastet, gestaltet sich eine Entlastung bekanntlich schwer."

Es war ein symbolisch bedeutungsvoller Moment, als vergangene Woche mit der feierlichen Freigabe des Boulevard Kockelscheuer ein erster, zentraler Bestandteil des neuen Mega viertels Ban de Gasperich eingeweiht wurde. Gleichzeitig war es allerdings auch ein ernüchternder Moment. Der Weg hin zu weniger autobasierten und vielmehr auf die öffentlichen Verkehrsmittel ausgerichteten Stadtteilen ist offenbar noch lang – und das Ziel von verkehrsberuhigten Vierteln in weiter Ferne.

Bis zu 41,5 Meter ist der neue Boulevard breit – mit sechs Fahrspuren, davon zwei für den Busverkehr bzw. ab 2020/2021 für die Tram. Dass der Straßenbahn hier späterhin eine zentrale Rolle zukommen wird, steht außer Frage; es ist genauso richtig wie wichtig. Trotzdem ist zu befürchten, dass das Auto die Nummer Eins bleiben wird.

Denn beim Boulevard Kockelscheuer handelt es sich lediglich um die erste – und zwar die kleinere – von zwei Hauptverkehrsadern im "Ban". Mit seinen 48,5 Metern Breite wird der senkrecht dazu verlaufende Boulevard Raiffeisen, der die Rue Raiffeisen ersetzen wird, noch um einiges größer. Auch hier werden Fahrspuren für den Busverkehr reserviert, die Tram wird diese Achse nicht befahren. Zudem sind sogenannte "Voies de desserte" vorgesehen, die die Verkehrsteilnehmer zu den Einfahrten der einzelnen (Büro)-Gebäude führen. Ähnlich wie bei der Avenue Kennedy in Kirchberg also. Doch will man diese Ähnlichkeit wirklich haben?

Schließlich ist genau das eines der Probleme des Kirchberg Viertels. Die gigantische Verkehrsachse teilt das Viertel in zwei, sie macht es vor allem auto-, dafür aber umso weniger fußgänger- und radfahrerfreundlich. Sicher, bei der Avenue Kennedy handelt es sich eigentlich um die Überreste der Autobahn. Und damals, als das Viertel auf dem Plateau entwickelt wurde, war es nun mal Usus, den Fokus auf den Individualverkehr zu legen. Heute darf es dies aber nicht mehr sein. Im Gegenteil. Schließlich möchte die Regierung erreichen, dass bis 2020 ein Viertel aller motorisierten Bewegungen auf den öffentlichen Verkehr entfällt. Immerhin wurden die Fußgänger und Radfahrer diesmal von vornherein eingeplant. Aber reicht das aus?

Angesichts der Ausmaße, die das Stauproblem inzwischen landesweit, aber besonders in und um die Hauptstadt angenommen hat, ist dies schwer vorstellbar. Klar, beim Ban de Gasperich handelt es sich momentan noch um eine Großbaustelle. Dass es da zu Engpässen kommt, war zu erwarten. Dennoch ist es besorgniserregend, wie sehr es schon heute in diesem Bereich staut. In den Sommerferien – und zu einem Zeitpunkt, an dem erst etwas mehr als zehn Prozent der rund 20 000 Beschäftigten, mit denen lang-fristig gerechnet wird, hier arbeiten. Von den Besuchern des Einkaufszentrums, das ab Frühjahr 2019 Kunden aus der gesamten Großregion anziehen soll, mal abgesehen. Genau wie von den (immerhin) ein paar Tausend Bewohnern, die das Viertel ab Ende des Jahres beziehen werden. Sind die Straßen erst mal überlastet, gestaltet sich eine Entlastung bekanntlich schwer.

Das neue Viertel am "Ban" wird sich in den kommenden Jahren, wie ein gigantisches Puzzle, Stück für Stück zusammenfügen. Und so wird auch das ganze Ausmaß dieses doch beachtlichen Vorhabens nach und nach sichtbar. Was bereits heute feststeht: Man hat groß gesehen beim Ban de Gasperich. Vielleicht zu groß.

diane.lecorsais@wort.lu

Luxemburger Wort vom Donnerstag, 7. September 2017, Seite 3

 

 

 

D'USILL - den Daachverband vun den Interesseveräiner aus der Stad Lëtzebuerg - huet an de vergaangene 25 Joer vill "Unsinn" erzielt. Si ware bekanntlech géint den Tram, a si schéinen deen och haut nach net ze verdauen.

Et stung dëser Deeg am "Journal" :

Die Forderungen der USILL im Vorfeld der anstehenden Gemeindewahlen

In ihrer neulich abgehaltenen Generalversammlung hat die "Union des Syndicats d'Intérêts Locaux de la Ville de Luxembourg" (USILL), in der die Interessenvereine der meisten Stadtviertel zusammengeschlossen sind, eine Resolution verabschiedet. Was den neuen Bebauungsplan (PAG) der Stadt Luxemburg betrifft, so moniert die USILL, dass ein wichtiger Bereich, nämlich die Mobilität und der innerstädtische Verkehr, nicht berücksichtigt wurde.

Demnach verlangt die USILL-Generalversammlung in ihrer Resolution die Beibehaltung aller Bahnverbindungen in die Hauptstadt, auch die, die von einer sogenannten Nebenlinie - sprich: Düdelingen, Rümelingen, Audun und Diekirch -, auf eine Hauptlinie stoßen, indem direkte Zugverbindungen von und nach Luxemburg eingesetzt werden. Die politischen Verantwortlichen der Stadt Luxemburg werden aufgefordert, Machbarkeitsstudien über "innovative Transportmittel" wie "Monorail" oder "Tram aérien" durchzuführen.

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Ech weess net, wat déi Leit mat deem "Monorail" bezwecken. Ass do iergendee Constructeur deen hinnen eng Prime versprëcht, wa se sech bei de Politiker duerchsetzen ? Wat erwaarde se sech konkret vun engem "Monorail" ? A wou soll dee fueren ?

Oder hunn déi Leit Erënnerungen un d'1960er Joeren, wéi d'Iddi vun engem "Monorail" modern war ?

Komescherweis huet déi soi-disant aalmoudesch Eisebunn d'1960er Joeren iwwerlieft, awer de "Monorail" huet sech weltwäit ni esou richteg duerchgesat. Vläicht huet dat domat ze dinn, dass d'Leit naiv an onrealistesch Erwaardungen an de "Monorail" haten.

 

Claude

 

 

 

 

(www.wort.lu)

 

Lëschteg ass et ze gesinn, wéi verkrampft d'Politiker op deenen onkamoute Plaze sëtzen an net esou richteg wëssen, wou se hir Been stelle sollen. Mä si hu jo nëmme fir d'Foto poséiert a musste sech den Tram net mat 200 oder 300 Leit deelen. An deem Fall wier et nämlech richteg enk ginn.

 

Wahrscheinlech ass et esou, dass déi implizéiert Politiker a Verwaltungscheffen zimmlech iwwerflächlech sinn, an dass et hinnen egal ass, wéi d'Leit spéiderhin transportéiert ginn. Wahrscheinlech ginn se dovun aus, dass et ville Leit net direkt opfällt, dass den Tram vu Luxtram net dat Gielt vum Ee ass.

 

Respektiv wäerte se d'Leit forcéiere mam Tram ze fueren, an de Gebrauch vum Privatauto systematesch aschränken. Sou kënne se da behaapten, den Tram wier e grousse Succès.


Fir mech ass a bleift den Tram vu Luxtram eng grouss Enttäuschung. Ech soen dat éierlech a riichteraus, och wann eenzel Kollegen aus der Tram asbl respektiv aus der AÖT mech am Reen stoeloossen, oder wa se mer an de Réck falen.

 

Claude

 

 

 

Die Tram auf dem Vormarsch
Erste Gleise auf der Roten Brücke

 



Im Dezember könnte die Straßenbahn bereits bis zum Großen Theater fahren.
Foto: Lex Kleren

Veröffentlicht am Dienstag, 25. Juli 2017 um 17:45

(rr) - Vor zwei Wochen hat die Tram ihre erste Testfahrt über das Kirchberg-Plateau hingelegt. Am 10. Dezember wird sie ihre regulären Fahrten von der 
Luxexpo bis zum „Pont Grande-Duchesse Charlotte“ aufnehmen, eventuell sogar bis zum „Grand Théâtre“.

Die wichtigste Voraussetzung hierzu – die Verlegung der Schienen auf der Roten Brücke – begann am Dienstag. Am Glacisfeld, wo die Gleise bereits liegen, wird die Straßenbahn in einer zweiten Phase, im Frühjahr 2018, verkehren.

 

www.wort.lu

 

 

 

12 juillet 2017

 

La caste politicienne fête la sortie du premier tram, mais tout ne baigne pas dans l'huile. Il semble que les collaborateurs de Luxtram -  simples salariés à la merci de leur direction - soient les victimes d'une politique néolibérale qui voit les conditions de travail et les salaires à la baisse. Le syndicat des cheminots commence à se poser des questions.

 

 

 

 

 

Luxemburger Wort, 7. Juli 2017

 

Kommentar : Nach meinen Erfahrungen wird Luxtram die Tramfreunde zum Narren halten und die Testfahrt um ein paar Stunden vorverlegen. Bürgerbeteiligung ist nämlich bei Luxtram nicht gefragt.

 

Ansonsten wird man sich wohl oder übel an das Tram-Monster gewöhnen müssen.

 

Claude Oswald

 

 

 

 

Arbeiten an der neuen Straßenbahn

Tram-Gleise erreichen Limpertsberg

Am 10. Dezember wird der erste Streckenabschnitt in Betrieb genommen

 

 

 

 

(DL) - Langsam aber sicher hält die Trambahn Einzug ins Stadtbild. Die Gleisverlegung schreitet voran, wie unser Bild vom Rande des Glacisfeldes zeigt: Inzwischen haben die Schienen den Stadtteil Limpertsberg erreicht.


In diesem Bereich wird die Straßenbahn jedoch erst nächstes Jahr verkehren. In einer ersten Phase, ab kommendem 10. Dezember, fährt sie zunächst nur von der Luxexpo bis zur Roten Brücke, möglicherweise auch schon bis zum Großen Theater. In einem nächsten Schritt geht es dann weiter bis zur „Stäreplaz“, wo ein wichtiger Knotenpunkt entlang der Tramtrasse entsteht.


Vier Tramfahrzeuge wurden schon geliefert

 

Derzeit werden aber nicht nur Gleise verlegt. So wurden bereits vier Tramfahrzeuge aus der Fabrik des Herstellers CAF im spanischen Saragossa geliefert, die Masten für die Oberleitung werden installiert und die Tramfahrer eingestellt.

 

Die Betreibergesellschaft Luxtram hat unterdessen ihren neuen Sitz auf dem Gelände des „Centre de remisage et de maintenance“ bezogen. Hier entsteht auch die zentrale Leitstelle für den Trambetrieb - der "Poste de commande centralisé".

 

Im Juli wird erstmals eine Tram das Depot verlassen – für eine Probefahrt über die Avenue Kennedy. Im November wird dann mit der sogenannten „Marche à blanc“-Phase begonnen – sprich mit Tests unter komplett realen Bedingungen.

 

www.wort.lu

 

1 Kommentar

 

Norbert Colling ·
Staatliche Hochschule für Musik Köln
Traurig, aber leider wahr!

 

 

 

Ein steinernes Kleid für den Bahnhof Pfaffenthal-Kirchberg

 

 

Luxemburg. Seit Monaten bietet sich Passanten in der Rue Saint-Mathieu in Pfaffenthal ein spektakulärer Anblick. Hier entsteht bekanntlich der neue Bahnhof Pfaffenthal-Kirchberg, wo Zugpassagiere auf die Standseilbahn umsteigen können, die sie binnen 63 Sekunden auf das Kirchberg-Plateau befördert. Das Bahnhofsgebäude ist inzwischen deutlich zu erkennen. Dieser Tage wurde ein Teil der Betonstruktur mit Steinen verkleidet, damit sich das Bauwerk auch gut in seine Umgebung einfügt. Das rund 40 Meter hohe Gebäude umfasst drei Ebenen: Unten gelangen Fußgänger und Radfahrer in den Bahnhof, im mittleren Bereich halten die Züge an und ganz oben, auf der dritten Etage, fährt der „Funiculaire“ ab. Los geht es am Sonntag, dem 10. Dezember – ab diesem Tag können Zugpassagiere am neuen Bahnhof ein- und aussteigen, mit dem „Funiculaire“ nach Kirchberg fahren und auf der Roten Brücke in die Trambahn steigen. DL

 

 

 

(FOTO: PAUL PUTZEYS)


Luxemburger Wort vom Dienstag, 6. Juni 2017, Seite 17

 

 

 

 

Brückenschlag am „Contournement“
Über das neue Bauwerk wird die Tram die Autobahn A6 überqueren

 


VON DIANE LECORSAIS


Entlang des „Contournement“ zieht nicht mehr nur der künftig höchste Wasserturm des Landes die Blicke auf sich. In unmittelbarer Nähe davon entsteht auch eine weitere Brücke über die A6 – über die späterhin die Trambahn fahren wird.
 
Autofahrern, die in den letzten Tagen und Wochen auf der Autobahn A6, zwischen dem Cessinger und dem Gaspericher Kreuz, unterwegs waren, dürfte neben dem markanten neuen Wasserturm noch eine weitere Veränderung aufgefallen sein. Und zwar springen einem dort seit Kurzem vier große Betonpfeiler ins Auge – die Vorzeichen einer neuen Brücke über den „Contournement“.


Wie die „Ponts et chaussées“ auf Nachfrage hin bestätigen, handelt es sich dabei um das Bauwerk, das als Verlängerung des Boulevard Kockelscheuer, eine der beiden Hauptachsen durch das neue Viertel am Ban de Gasperich, dienen wird. Die Brücke wird denn auch die Zufahrt zum neuen Fußball- und Rugbystadion garantieren. Neben Fahrbahnen für Autos und Co. sowie einer Radpiste wird es darauf auch eine Tramspur geben. Die Straßenbahn wird das Viertel Ban de Gasperich von der „Gare Howald“ aus über die neue Rue Albert Einstein erreichen, von dort aus auf den 41 Meter breiten Boulevard Kockelscheuer, der bereits teilweise fertiggestellt wurde, abbiegen und anschließend weiter über die neue Brücke zu ihrer vorläufigen Endhaltestelle beim Stadion fahren.

 

Voraussichtlich ab März 2019 befahrbar

 

In diesem Bereich werden auch ein großer „Park&Ride“ sowie ein Busbahnhof geschaffen. Die Trambahn soll spätestens im Jahr 2021 bis hierher fahren. Das Fußballstadion soll indes bereits Anfang 2019 fertiggestellt sein. Die Arbeiten am Wasserturm, der mit seinen 68,5 Metern das höchste Exemplar des Landes wird, sind unterdessen bereits weit fortgeschritten – die Inbetriebnahme ist für den kommenden Herbst geplant.

 

Die Arbeiten an der neuen Brücke sollen ihrerseits im Laufe des nächsten Jahres abgeschlossen werden. Befahrbar ist sie dann allerdings noch nicht: Dies wird erst nach Fertigstellung des kompletten Streckenabschnitts – laut Straßenbauverwaltung im März 2019 – möglich sein.


Luxemburger Wort vom Freitag, 26. Mai 2017

 

 

 

 

Am 1. Mai 2017 veröffentlicht eine Luxemburger Tageszeitung folgenden Artikel auf ihrer Internet-Seite :

 

Straßenbahn über den Rhein

72 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges verkehrt wieder eine Straßenbahn über den Rhein und verbindet die Städte Straßburg (Frankreich) und Kehl (Deutschland).

 

Das Wochenende des 1. Mai ist ein Fest in Straßburg und in Kehl. Es fährt wieder eine Straßenbahn. Das Projekt hat 96,6 Millionen Euro verschlungen. Straßburg hat davon 70,4 Millionen getragen, Kehl 26,2 Millionen. Die Europäische Union hat den tragenden Pfeiler der Brücke mit 3,2 Millionen finanziert.

 

Eine Straßenbahn hatte Kehl und Straßburg bereits seit 1896 verbunden, als Straßburg nach dem Krieg von 1871 in das Deutsche Kaiserreich eingemeindet worden war. 1945 wurde die Linie unterbrochen. Seitdem war nach und nach der Verkehr mit Bussen und mit Zügen wieder aufgenommen worden. Die bestehende Brücke war allerdings durch den zunehmenden Autoverkehr dauernd verstopft und Busse fuhren abends nicht mehr. Die Züge zwischen Straßburg, Kehl und Offenburg hatten ihre besten Zeiten längst hinter sich.

 

Notwendigkeit offener Grenzen

 

Straßburg hatte im Vorfeld der Einweihung der ersten neuen Straßenbahn nach dem Zweiten Weltkrieg massiv Werbung in Deutschland gemacht. "Ich hoffe, dass jetzt auch Deutsche zu uns nach Straßburg kommen", sagte Straßburgs Bürgermeister Roland Ries bei der Einweihung. Bisher ist es umgekehrt. In Straßburg liegt die Arbeitslosigkeit bei über zehn Prozent, in Kehl bei 3,6 Prozent. Täglich pendeln 20.000 Straßburger nach Deutschland zur Arbeit. Während im französischen Präsidentschaftswahlkampf die Populisten um Marine Le Pen die Wiederherstellung nationaler Grenzen propagieren, sprach Roland Ries von der Notwendigkeit offener Grenzen. "Die Deutschen funktionieren nicht wie wir. Sie haben nicht die dieselbe Lebensweise und arbeiten anders. Wir müssen diese Unterschiede überwinden", sagte Ries. Notfalls hilft auch eine Straßenbahn dabei.

 

 

 

Der "Funiculaire" ist da

Skigebiet-Feeling in Kirchberg

Die Standseilbahn ist aufgegleist - und hat bereits erste Testfahrten zurückgelegt

 

 

 

(DL) - Vorletzte Woche sind die Kabinen aus der Schweiz eingetroffen - nun hat die CFL den neuen "Funiculaire" offiziell vorgestellt. Die vier Kabinen der Standseilbahn wurden bereits aufgegleist, die ersten Testfahrten absolviert.

 

Der Innenbereich der 11,8 Meter langen und 3,5 Meter breiten Kabinen wirkt äußerst geräumig. Jede Kabine bietet Platz für bis zu 168 Fahrgäste. Während der 63 Sekunden langen Fahrt bleiben die Fahrgäste in der Regel stehen. Es stehen jedoch auch jeweils 16 Klappsitze zur Verfügung. Durch die großen Fensterfronten werden die Passagiere eine tolle Aussicht genießen können. Auch das Dach ist komplett verglast.

 

Einen speziellen Fahrschein benötigt man nicht - die M-Kaart gilt auch für das Fahren mit dem "Funiculaire". Infrastrukturminister François Bausch gab aber zu verstehen, dass keine speziellen Fahrscheinautomaten installiert werden und im "Funiculaire" selber auch keine Kontrollen durchgeführt werden - sodass jeder willkommen ist, das neue Transportmittel zu erkunden - auch ohne Fahrschein.

 

 

 

 

Der "Funiculaire" wird bekanntlich am Sonntag, dem 10. Dezember, zum Inkfrafttreten des Winterfahrplans der CFL und gleichzeitig mit der "Gare Howald" und dem ersten Streckenabschnitt der Tram den Betrieb aufnehmen.

 

www.wort.lu

 

 

 

 

Aus dem Parlament

Vierte Tram-Erweiterung geplant

 

 

(mig) - Beim Großprojekt „Tram“ läuft alles wie am Schnürchen, finanziell und planerisch. Das teilte Infrastrukturminister François Bausch am Donnerstag der Chamber im Rahmen einer von der grünen Fraktion angefragten Aktualitätsstunde mit.


Erstes Teilstück bis zum Glacis

 

Wie bereits bekannt wird der erste Streckenabschnitt Luxexpo-Rote Brücke samt Standseilbahn und Bahnhof Pfaffenthal am 10. Dezember 2017 in Betrieb genommen. Bausch zeigte sich sogar zuversichtlich, dass bis dahin auch das Teilstück bis zum Glacis in Betrieb genommen werden könnte.

Bis zum Frühjahr 2018 soll der Ausbau bis zur „Stäreplaz“ fertig sein. Ab Herbst 2019 geht es von hier weiter bis zur „Place de Paris“ (Hauptbahnhof). Am Hauptbahnhof selbst ist kein Terminus geplant.

 

Die nächste Phase sieht den Ausbau bis zur „Gare Howald“ vor. Den entsprechenden Gesetzentwurf will François Bausch im kommenden Juli hinterlegen. Betroffen sind der Ausbau der Strecke Hauptbahnhof-Cloche d'or sowie Luxexpo-Findel. Letzterer wird zu 100 Prozent vom Staat finanziert, genau so wie die Arbeiten, die die Gemeinde Hesperingen betreffen.

 

Vier Tram-Erweiterungen

 

Andere große Infrastrukturprojekte, z. B. der Ausbau des Hauptbahnhofs auf sechs Gleise, wurden Bausch zufolge um fünf Jahre vorgezogen. Sie seien im Zusammenhang mit dem Projekt „Tram“ von zentraler Bedeutung. Eine Reihe von „notwendigen Fortsetzungsprojekten“ will Bausch spätestens Anfang 2018 vorstellen.

Bausch hat vier Tram-Erweiterungen in die Plans sectoriels einschreiben lassen: der Ausbau nach Leudelingen, nach Hollerich und nach Mamer. Neu ist eine zweite

Kirchberger Strecke über den „Boulevard Konrad Adenauer“ Richtung Luxexpo.

 

Kompensierungsmaßnahmen

 

Wegen des Großprojekts Tram müssen insgesamt 9,2 Hektar Wald kompensiert werden. Die Hälfte sei bereits vor Beginn der Arbeiten kompensiert worden, "so wie es das Gesetz vorschrieb", sagte Bausch. Die restlichen Kompensierungsmaßnahmen betreffen die geplanten Tram-Erweiterungen. Ort und Ausmaß der Kompensierungsmaßnahmen werden von Umweltministerin Carole Dieschbourg festgelegt.

 

(www.wort.lu)

 

Kommentar :  Alles schön und gut, wären da nicht die missratenen Tramfahrzeuge. Aber da schalten Bausch und Von der Marck auf Stur und lassen nicht mit sich reden. So wird die Freude am Tramfahren leider schnell getrübt.

 

 

 

 

Standseilbahn Pfaffenthal-Kirchberg

Der "Funiculaire" ist da

 

Am 10. Dezember legt das neue Verkehrsmittel seine erste Fahrt zwischen Pfaffenthal und Kirchberg zurück

Veröffentlicht am Dienstag, 21. März 2017 um 16:44

 

DL) - Nach der Tram im Februar ist am Dienstag das nächste neue Verkehrsmittel im Großherzogtum eingetroffen: Die erste Kabine der Standseilbahn, die Pfaffenthal mit Kirchberg verbindet, wurde aus der Schweiz geliefert. Noch ist sie aber sorgfältig eingepackt, wie unsere Bilder zeigen.

 

 

 

 

Hergestellt wurden die Kabinen von der schweizerischen Firma Garaventa, die auf Standseilbahnen spezialisiert ist. In den nächsten Tagen werden auch die nächsten drei Kabinen per Sondertransport nach Luxemburg gebracht. 

 

Eingesetzt werden nämlich zwei voneinander unabhängige Bahnen mit jeweils zwei Kabinen, die im Gegengewicht zueinander stehen. Unterwegs geht es für sie unter einer Art Tunnel hindurch. Dieser wurde bereits fertiggestellt. In dieser Unterführung kreuzen sich die jeweils zwei zusammengehörenden Kabinen, weshalb sich hier die beiden Ausweichstellen befinden.

 

Am Sonntag, dem 10. Dezember - dem Tag, an dem der Winterfahrplan der CFL in Kraft tritt, wird der "Funiculaire" seine erste Fahrt zurücklegen. In 63 Sekunden geht es vom neuen Bahnhof Pfaffenthal aus nach Kirchberg. Die Strecke beträgt 200 Meter, der Höhenunterschied liegt bei 40 Metern. 

 

Oben angekommen können die Passagiere auf die Tram umsteigen, die in einer ersten Phase nur über das Kirchberg-Plateau, später aber auch via die „Stäreplaz“ Richtung Stadtzentrum und weiter fährt.

 

(www.wort.lu)

 

 

 

Namen der Tram-Haltestellen

Einfach, aber sinnvoll

 

 

(che) - Am Montag hat Luxtram die Namen der ersten elf Tram-Haltestellen in Kirchberg und Limpertsberg preisgegeben.


Die Fahrgäste sollen die Stationen leicht finden, so Luxtram laut Pressemitteilung. Und so seien die Namen der Stationen an Gebäude, Straßen und öffentliche Plätze angelehnt, die in direktem Bezug zu den künftigen Umsteigezentren stehen werden.

 

Den Namensgebern war es indes wichtig, die Kultur und Geschichte des Großherzogtums einzubeziehen sowie die Luxemburger Sprache zu berücksichtigen.

 

Die Namen der Stationen in  Kirchberg sind:

  • Pafendall - Rout Bréck
  • Philharmonie - Mudam
  • Europaparlament / Parlement européen
  • Coque
  • Universitéit
  • Nationalbibliothéik / Bibliothèque nationale
    Alphonse Weicker
    Luxexpo

 

Die Namen der Haltestellen auf der "Place de l´Etoile" und in Limpertsberg lauten:

  • Stäreplaz / Etoile
    Faïencerie
  • Theater

 

Ende 2017 soll der erste Streckenabschnitt zwischen der Luxexpo und der Roten Brücke in Betrieb genommen werden.

 

(www.wort.lu)

 

Kommentar : Ganz logisch ist die Namensgebung nicht. Wenn man schon den "Stäreplaz" mit "Etoile" übersetzt, dann sollte man im Interesse der vielen französisch sprechenden Menschen die auf Kirchberg arbeiten, die Haltestelle "Pafendall - Rout Bréck" mit "Pfaffenthal - Pont Rouge" übersetzen.

 

Claude Oswald

 

Hier entsteht der neue „Diffbus“

Luxemburgs erster reiner Elektrobus im normalen Linienverkehr wird zurzeit in Polen gebaut

 

VON LUC EWEN

In Differdingen künden Plakate es bereits an. Bald wird der „Diffbus“ elektrisch. Auch eine neue Linie ist angekündigt. Anlass, einen Blick dahin zu werfen, wo die neuen Busse herkommen, nach Wroclaw.

Läuft alles nach Plan, so rollen spätestens ab Juni, vielleicht schon Mitte Mai, die neuen, geräuschlosen „Diffbusse“ durch die Straßen von Differdingen. Wie geräuschlos, das hatte der Hersteller Volvogroup jüngst in einem Experiment bewiesen, als er eine Bushaltestelle samt Ladestation für den „Volvo 7 900 Electric“ im Lesesaal einer Bibliothek einrichten ließ. Haltestellen in Gebäuden? Ohne Emissionen und Geräusche ist dies kein Problem. „Hätten wir früher gewusst, dass wir diesen Weg gehen, hätten wir dafür gesorgt, dass eine Haltestelle im neuen Einkaufszentrum ,OpKorn‘ eingerichtet wird“, so Bürgermeister Roberto Traversini.

Die Suche nach der Elektro-Lösung

Die definitive Entscheidung, die drei „Diffbusse“ durch vier neue zu ersetzen, fiel erst vor rund sechs Monaten. Aber schon vor Jahren habe man versucht, eine Lösung bei Scania zu finden, erinnern sich Traversini und Sales-Lentz-Autocars-Generaldirektor Wolfgang Schroeder. Gemeinsam habe man einen Prototypen gesichtet, doch Scania stellte das Projekt wieder ein. Zeit verstrich. Dann wurde Schroeder auf den geplanten „Volvo 7 900 Electric“ aufmerksam und informierte Traversini. Nach einer Ausschreibung stand fest, der Deal ist perfekt.

Es wurde beschlossen, vier E-Busse anzuschaffen, um die bisher drei Dieselbusse zu ersetzen. So kann auch eine vierte Linie eingeführt werden. Zwei Haupthaltestellen samt Ladestation wird es künftig geben, eine in Niederkorn und eine beim Parc Gerlache.

Die Kostenfrage

Eine Nachricht dürfte die 105 000 Fahrgäste pro Jahr besonders freuen. Die Nutzung des „Diffbus“ bleibt für sie gratis. Auf die Frage, was denn ein Elektrobus kostet, schweigt Generaldirektor Schroeder mit einem jovialen, aber vielsagenden Grinsen. Ebenso die Volvo-Vertreter. Also, gleiche Frage noch mal an die Adresse des Bürgermeisters: Der weicht aus.

„Derzeit kostet der ,Diffbus‘ die Stadt rund 800 000 Euro im Jahr für drei Linien. Künftig – bei vier Linien im Elektrobetrieb – werden wir etwa 1,2 Millionen Euro zahlen.“ Schroeder fügt schnell hinzu: „An sich kaufen wir (Sales-Lentz – Anmerkung der Redaktion) die Busse und bieten der Stadt ein Paket mit einer Gesamtlösung an“.

Die beiden Endhaltestellen werden mit Pylon-Ladestationen versehen. Diese erinnern ein bisschen an Hochleitungsmasten bei Straßenbahnen, nur ohne Kabel. Hier wird zwischen den Fahrten bis zu sechs Minuten geladen. Vorteil, die Pylonen gehören der Stadt, können aber auch von anderen Betreibern elektrischer Nutzfahrzeuge genutzt werden.

Luxemburger Wort vom Samstag, 18. Februar 2017



Eine neue Erfahrung für alle Beteiligten

Auch für die Volvo-Fabrik in Wroclaw ist der elektrische „Diffbus“ eine Premiere

Wroclaw (P). Drei Fahnen wehen bei minus sieben Grad im eisigen Wind vor der Volvo-Fabrik im Außenbezirk der polnischen Stadt, die einst Breslau hieß. Die schwedische (als historische Volvo-Heimat), die polnische (als heutiger Standort der Volvogroup – die übrigens keinen Bezug mehr zum gleichnamigen Automobilhersteller hat) und die luxemburgische. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft?

Dass der Hersteller von Bussen, Konstruktions- und Lastfahrzeugen anfangs dieser Woche die luxemburgische Trikolore hat hissen lassen, ist mehr als nur eine höfliche Geste zum Besuch irgendeines Kunden. Denn es geht um einen vergleichsweise kleinen Auftrag. Vier Linienbusse hat die Firma Sales-Lentz im Auftrag der Stadt Differdingen bei den Polen bestellt. Der erste ist fast fertig. Ende März wird er ausgeliefert.

Doch hier geht es mehr um Innovation als um Quantität. „Diffbus Nummer eins“ ist der erste reine Elektrobus, der in Serie produziert, das in den 1990er-Jahren gegründete Werk verlassen wird. „Volvo glaubt an die Zukunft der Elektrobusse“, betont der Hybrid- Team-Leader der Volvogroup, Erland Morelissen. Dabei deutet die Tatsache, dass der Hybrid-Mann für den E-Bus zuständig ist an, dass Elektro noch keine vollwertige Sparte ist, die Technik also noch in Kinderschuhen steckt.

Hohe Erwartungen

Doch schnell soll sie daraus herauswachsen. Es gibt drei Produktionslinien bei „Volvo Busses“ in Wroclaw, der einzigen Busfabrik der Gruppe in Europa. Auf einer werden Reisebusse hergestellt und auf zweien Linienbusse. Eine für Diesel- und eine für Hybrid-Fahrzeuge. Auf der wird auch „Diffbus Nummer eins“ gebaut.

Die Erwartungen der angereisten Politiker aus Differdingen, Bürgermeister Roberto Traversini und Umweltschöffe Georges Liesch, sind hoch. Die Ladestationen des „Diffbus“ seien vielseitig nutzbar. Liesch hofft, bald auch elektrische Müllwagen hier laden zu können. Morelissen zeigt Skepsis. Bis Volvo soweit sei, würde es wohl noch drei bis vier Jahre dauern. Aber der erste Schritt ist gemacht. Und alle Beteiligten glauben fest daran, dass noch viele weitere auf dem Weg der Elektromobilität folgen werden. L.E.

Luxemburger Wort vom Samstag, 18. Februar 2017

 

 

Gratis ist billiger

VON LUC EWEN

„Wir wollen mit dem ,Diffbus (...) auch zeigen, dass ein gratis öffentlicher Transport möglich ist“, so Umweltschöffe Georges Liesch (Déi Gréng) beim Besuch der Busfabrik im Videointerview (zu sehen auf wort.lu). All die Gefahren und Bedenken, die oft zum gratis öffentlichen Transport genannt würden, könne man dank der zehnjährigen Erfahrung mit dem kostenlosen „Diffbus“ widerlegen. Gemeint sind vor allem Sicherheitsbedenken. „Ein gratis öffentlicher Transport in Luxemburg ist möglich“, so Liesch. In einem späteren Gespräch fügt er hinzu, dass die Stadt nachgerechnet hat, und ein Verkauf von Tickets samt Kontrolle verhältnismäßig mehr kosten würde als ihre Einnahmen rechtfertigen. Zwei Fragen drängen sich auf: „Ist der Verkauf von Tickets im nationalen öffentlichen Transport dann nur ein Selbstzweck?“ und „Warum ist die öffentliche Dienstleistung, Autobahnen und Straßen zu bauen und zu unterhalten für deren Nutzer kostenlos und geht ganz zu Lasten des Steuerzahlers – während die Nutzung des Bus- und Bahnnetzes nach dem Prinzip ,Wer nutzt, der zahlt‘ verrechnet wird?“ Es scheint, als ergebe sich die Antwort auf die zweite Frage aus der ersten. Verkauf und Kontrolle erhalten zwar einige Arbeitsplätze, aber mit Blick auf die Finanzen sind sie zumindest fragwürdig und mit Blick auf Umwelt und Verkehr kontraproduktiv. Weg damit!

Luxemburger Wort vom Samstag, 18. Februar 2017

 

 

 

 

 

(in : Luxemburger Wort, 11. Februar 2017)

 

 

Die Tram ist da
TRANSPORT
Im Mittwochabend war es soweit. Nach einer langen Reise kam die Tram in Luxemburg an.
 

Nach langem Warten ist sie endlich da. Die Tram kam am Mittwochabend in Luxemburg an. Unsere Fotografen Jean-Claude Ernst und Alain Rischard haben sie begleitet. Sehen Sie die Fotos in der Bildergalerie.

Die ersten Waggons kamen nicht über die Schiene, sondern per Spezialtransport über die Straße in Luxemburg an. Hergestellt wird die Tram beim international renommierten Rollmaterialhersteller "Construcciones y Auxiliar de Ferrocariles" (CAF) im spanischen Saragossa. Die hochmoderne Straßenbahn entstammt der Typenreihe "Urbos 3". Drei Tage dauerte die Reise, ehe in Wasserbillig die luxemburgische Grenze erreicht wurde.

Im Dezember dieses Jahres wird das erste Teilstück der neuen "Stater Tram" eingeweiht. Die Testfahrten mit dem neuen Material und die Ausbildung der Fahrer werden aber schon ab Frühjahr stattfinden. Der erste Streckenteil verläuft vom neuen Tramdepot auf Kirchberg bis zur Bergstation der neuen Standseilbahn an der Roten Brücke.

 

(www.tageblatt.lu)

 

Kommentar :  Den éischten Tram vu Luxtram ass ukomm !

Fir eenzel Leit ass deen Tram dat aacht Weltwonner. Anerer rëselen de Kapp, oder et ass hinnen egal. Mir ass et an der Tëschenzäit och egal. Ech ka mech jiddefalls net méi fir de Projet Luxtram begeeschteren.

Et waren awer bestëmmt Leit déi an der Nuecht op der Autobunn stungen, fir hir perséinlech Foto vum éischten Tram ze maachen. Logescherweis wäerte si sech gesot hunn, dass Spuenien a Südeuropa läit, an dass de Camion mam Tram deemno iwwer Diddeléng an d'Land komme misst.

 



Oh, wat goufen déi ugeschass. De Camion mam Tram ass extra en Ëmwee gefuer an ass iwwer Waasserbëlleg (am Osten) an d'Land komm. Méi hannerhälteg geet et nun awer net.

Mä wat soll ech soen ? Et ass net déi éischt Enttäuschung, déi mer bei Luxtram erliewen.

 

Claude Oswald

 

 

E Minettstram op Pneuen ?

 

Am „Luxemburger Wort“ vum 30. Januar hunn ech e groussen Artikel iwwert den Escher Tram entdeckt, oder besser gesot iwwert den echten an de falschen Tram. De falschen Tram gëtt och nach „Superbus“ oder „Minettstram op Pneuen“ genannt. Ech zitéieren aus dem Artikel: „,Wir brauchen eine Tram‘, hieß es jahrelang in Gesprächen mit vielen Lokalpolitikern im Süden des Landes. Einige sprachen von der ,Südtram‘, andere von einer ,neuen Minettstram‘ oder einer ,Tram léger‘. Als es vor einiger Zeit hieß, das Ministerium bevorzuge die Einführung eines ,Bus à haut niveau de service‘ (BHNS) – von der Presse schnell ,Superbus‘ getauft – blieben anfangs dennoch viele bei der Forderung nach einer Tram. Nun hat sich dieser ,Superbus‘ durchgesetzt. Doch, nicht zuletzt durch die Hartnäckigkeit so mancher Südpolitiker, wird auch er das Wort ,Tram‘ im Namen tragen; als ,Minettstram op Pneuen‘.“

 

Wee sinn déi hartnäckeg Südpolitiker déi esou eppes néideg hunn, e Gelenkbus „Superbus“ ze nennen, oder schlëmmer nach, „Minettstram op Pneuen“? Hunn déi e Mannerwäertegkeetskomplex, well déi Stater e richtegen Tram kréien, an de Minett kritt just e Bus? Oder wëlle se hire Wieler en X fir en U virmaachen, wa se suggeréieren, e „Superbus“ hätt déi selwecht Qualitéite wéi e richtegen Tram, oder de „Superbus“ wier quasi en Tram ouni Schinnen? Ech fannen déi zwee Begrëffer „Superbus“ a „Minettstram op Pneuen“ ganz einfach lächerlech. Et soll een dach d'Kand beim Numm nennen a soen, dat ass en normale Bus, dee plazeweis séng eege Strooss huet. Punkt.

Gelegentlech daucht och de franséische Begrëff „bus à haut niveau de service“ op; mä och dee Begrëff ass irreführend. D'Leit stelle sech wahrscheinlech spontan vir, dass se an deem Bus besonnesch frëndlech empfaange ginn (wat awer an der Realitéit net de Fall ass), oder dass se eng Zeitung an eng Taass Kaffi ugebuede kréien (wat awer net de Fall ass). Dass de Bus méi dack a regelmässeg fiert, mëcht aus him kee „Superbus“, well mat engem normale Bus kann ee gradesou gutt en dichten Taktverkéier fueren.

Ech hunn éischter den Androck, dass de „Superbus“ alias „Minettstram op Pneuen“ e faule Kompromëss ass, wou et drëm geet, Suen ze spueren. Et soll groussaarteg ausgesinn, awer et soll nëmmen d'Hallschent kaschten. Meeschtens kritt een awer am Liewen nëmmen déi Qualitéit ugebueden, fir déi een och bereet ass, ze bezuelen.

Claude Oswald

Luxemburger Wort vom Samstag, 4. Februar 2017, Seite 16

 

 

 

 

Innenausstattung der Tram
Die Krux mit der "X"-Stange
Sehbehinderte empfinden die Haltestange in der Tram als gefährlich


Veröffentlicht am Donnerstag, 2. Februar 2017 um 06:00

(DL) - Das erste Tramfahrzeug ist fertig. Die Innenausstattung ist extravagant – und für die Vereinigung „Chiens Guides d'Aveugles Luxembourg“ problematisch: Für Sehbehinderte sei sie nicht sicher. Luxtram erklärt hingegen, extra Änderungen vorgenommen zu haben.



Im Tram-Modell, das bis Anfang 2016 in Kirchberg ausgestellt war, war eine Haltestange in „Y“-Form vorgesehen. Eine Expertengruppe wies in der Folge auf die Gefahr für Sehbehinderte hin.
Foto: Anouk Antony

Blinde und sehbehinderte Menschen, die ihren Weg mit einem Stock ertasten, berühren die Haltestange in der Mitte der Tram im unteren Bereich – und können so nicht erkennen, dass der obere Teil der Stange breiter ist. Darauf macht die Vereinigung „Chiens Guides d'Aveugles Luxembourg“ aufmerksam, nachdem Bilder des ersten fertigen Tramfahrzeugs aus Saragossa veröffentlicht wurden.

Als bis Anfang 2016 eine Nachbildung der neuen Tram in Kirchberg ausgestellt war, war noch eine Haltestange in „Y“-Form vorgesehen. „Schon damals haben einige von uns sich den Kopf an dieser Stange gestoßen“, kritisiert Roland Welter, Präsident von „Chiens Guides d'Aveugles Luxembourg“. Eine von der Vereinigung Adapth ("Centre de compétence national pour l'accessibilité des bâtiments") eingesetzte Expertengruppe habe deshalb auf das Problem hingewiesen. „Chiens Guides d'Aveugles Luxembourg“ ist eines der Mitglieder besagter Expertengruppe.

Die Pläne wurden in der Folge abgeändert – die „Y“-Stange durch eine „X"-Stange ersetzt. Aber: „Das Grundproblem ist damit nicht gelöst“, so Welter – denn auch dieses Modell sei unten schmaler als oben. Gerade weil die Meinung einer Expertengruppe eingeholt wurde, kann die Vereinigung nicht verstehen, weshalb dies nicht geändert wurde.
Die Pläne wurden daraufhin abgeändert. Wie im ersten fertigen Tramfahrzeug zu erkennen ist, hat die Stange nun eine „X“-Form – womit die Gefahr aber nicht beseitigt sei, beklagen die Betroffenen.



Foto: Lex Kleren


Roland Welter zeigt Verständnis dafür, dass es bei bestehenden Transportmitteln manchmal schwierig ist, die notwendigen Anpassungen vorzunehmen. Doch handele es sich bei der Tram um eine neue Konstruktion. „Und dann so eine Falle?“, fragt er. „Unter uns spricht es sich herum, wenn etwas gefährlich ist – und dann wird es nicht genutzt“, befürchtet der Präsident von „Chiens d'Aveugles Luxembourg“. Denn eigentlich erachtet die Vereinigung die Tram als ein „großartiges, neues Projekt“.

 

(www.wort.lu)

 

Kommentar :  Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass Kritik am Designermodell von Luxtram nicht erwünscht ist. Die Direktion von Luxtram übt sich in Überheblichkeit und wird dabei von grünen Parteisoldaten unterstützt.

Das Beste wäre wohl, man würde ganz von vorne beginnen und statt eines kitschigen Designermodells eine Tram bauen, die den Bedürfnissen der Menschen angepasst ist.

 

 

 

 

Wichtige Knotenpunkte für die Tram

Neuer Busbahnhof Ende 2017 in Betrieb

Bauarbeiten für zwei „Pôles d'échange“ haben begonnen

 

 

(rr) - Ende dieses Jahres wird die Tram zwischen der Luxexpo und der Roten Brücke verkehren. Bis 2021 soll die ganze Strecke zwischen Findel und Cloche d'Or bedient werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei die neun „Pôles d'échange“. Zwei von ihnen sind derzeit im Bau.


Seit Montag kann nicht mehr auf dem P&R-Parkplatz bei der Luxexpo in Kirchberg geparkt werden. Der Grund: Hier haben die Arbeiten für einen von neun „Pôles d'échange“ begonnen, auf denen bei der Verwirklichung der Tram ein besonderes Augenmerk liegt.  

 

Neue Busbahnhöfe und Auffangparkplätze


Entlang der 16 Kilometer langen Tramstrecke ist an diesen Umschlagpunkten das Umsteigen auf andere Transportmittel (Auto, Zug, Bus oder Fahrrad) möglich. Die „Pôles d'échange“ befinden sich in Höhe des „Héienhaff“ in Findel, bei der Luxexpo in Kirchberg, in Höhe der Roten Brücke, auf der „Stäreplaz“, am Hamilius, beim Hauptbahnhof, beim „Lycée Technique de Bonnevoie“, in Howald und beim neuen Fußballstadion in Cloche d'Or.

Bei den Nutzern punkten sollen die „Pôles d'échange“ u.a. mit Ladesäulen für Elektroautos, „Vel'oh“-Stationen, einer „mBox“ und einem kleinen Kiosk.

Der erste „Pôle d'échange“ befindet sich am „Héienhaff“ in der Nähe des Flughafens Findel. Hier werden ein „Park & Ride“ mit 4 000 Stellplätzen sowie ein Busbahnhof gebaut. Auch bei der Luxexpo in Kirchberg werden ein Auffangparkplatz (500 Stellplätze) und ein neuer Busbahnhof errichtet. Der nächste Knotenpunkt befindet sich bei der Roten Brücke. Hier wird die Standseilbahn aus Richtung des Bahnhofs Pfaffenthal-Kirchberg anhalten.

 

 

Die „Stäreplaz“ wird indes eine wichtige Rolle für die Busse aus dem Westen des Landes spielen. Auch die Arbeiten für diesen Knotenpunkt sind bereits angelaufen.


Die Passagiere sollen hier aus dem Bus aus- und auf die Tram umsteigen. Die Trambaustelle soll bis spätestens Frühjahr 2018 hier angekommen sein. Die Bushaltestellen und die Straßenbauarbeiten, die von der Straßenbauverwaltung verwirklicht werden, sollen provisorisch parallel fertig sein, so dass dieser Knotenpunkt funktionieren kann, sagte uns auf Nachfrage hin Dany Frank, Pressesprecherin im Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen.

 

 

Die Arbeiten an der "Stäreplaz" haben bereits begonnen.
Foto: Pierre Matgé

 

Struktur bei der Luxexpo bis Ende des Jahres in Betrieb

 

Bei der Luxexpo in Kirchberg wurde diese Woche die Baustelle installiert und mit den Erdarbeiten begonnen. Der neue Busbahnhof soll bis Ende dieses Jahres partiell in Betrieb gehen (Phase 1), d. h. die Umsteigestelle Bus/Tram wird dann auch mit fünf Quais funktionieren.

 

Ab Ende 2018 soll die „Busgare“ komplett in Betrieb sein mit zehn Bussteigen. Der P+R soll zu Beginn der Jahres 2020 gänzlich in Betrieb gehen.

 

(www.wort.lu)

 

 

 

Tram: 3,5 Hektar Wald müssen weichen

 

Luxemburg. Die Tram kommt noch in diesem Jahr. Die Strecke vom neuen „Tramsschapp“ in Kirchberg bis zum Flughafen wird über vier Kilometer führen. Vom Kreisverkehr Serra aus wird die Tram entlang des Zubringers der A1 fahren, um dann über eine Brücke über die Autobahn zu führen. Weiter geht es entlang des Autobahnkreuzes und der A1 bis zum „Héienhaff“. Hier führt die Trasse unter der N 1 hindurch zum „Park&Ride“-Parkplatz und dann zum Flughafen. Die Haltestelle soll sich in Höhe des Osteingangs zum Terminal befinden, erklärt Infrastrukturminister François Bausch (Déi Gréng) in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage von Marcel Oberweis (CSV). Zwischen Kirchberg und Findel soll die Tram mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern in der Stunde fahren, sodass die Strecke in sieben Minuten zurückgelegt wird. Für den Ausbau der Tramstrecke müssen rund 3,5 Hektar Wald weichen. Hierfür soll es Kompensationsmaßnahmen geben. Wo genau die Bäume angepflanzt werden, ist noch offen. SH


Luxemburger Wort vom Mittwoch, 18. Januar 2017, Seite 22